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Geschrieben von Cerkes   
Montag, 1. Januar 2007

Die türkische Landeswährung ist seit 2006 die “Yeni Türk Lirasi”, abgekürzt YTL, bedeutet “Neue Türkische Lira”. Neu, weil endlich die Zeit vorbei ist, wo man bündelweise die alten Millionen-Lira-Scheine mitschleppen musste. Seit Januar 2006 gilt also nur noch diese neue Lira. Aber aufgepasst: Die Bevölkerung sagt gerne immer noch Millionen Lira, wenn sie Preise nennt. Aber es ist ganz einfach: 1 Million alte Lira = 1 Neue Lira. Lasst also einfach die 6 Nullen weg und es passt. Somit ist aber auch wieder der “Kurus” im Umlauf. Also 100 Kurus = 1 Yeni Türk Lira.

Alle Geschäfte, Restaurants und Bars akzeptieren eigentlich auch den Euro. Ich würde das Geld, das ich im Urlaub ausgeben möchte, in bar mitnehmen. Nehmt auch kleine Scheine mit! Grundsätzlich gilt: Bares nur in der Türkei umtauschen und das nur in geringen Mengen, da ihr die nächsten Tage etwas mehr bekommen könntet. Banken tauschen nur mit den offiziellen (meist schlechteren) Kursen. Versucht euer Geld in Wechselstuben oder beim Juwelier umzutauschen, die zu einem etwas besseren Kurs wechseln. Oft braucht ihr erst gar nicht zu wechseln, denn in Läden, die etwas auf sich halten, könnt ihr sogar in Euro bezahlen und bekommt dann, wenn ihr Pech habt, euer Wechselgeld in Türkischen Lira zurück. Der Kurs, der dafür zu Grunde gelegt wird, ist noch nicht einmal der schlechteste. Ihr könnt auch mit eurer EC-Karte von den Geldautomaten Barabhebungen vornehmen, aber es ist teuer, ca.3.50 € Gebühren pro Abbuchung, egal wie viel ihr abgehoben habt! Ausserdem sind gerissene Betrüger darauf spezialisiert, Automaten zu manipulieren.

 

Den aktuellen Kurs der Türkischen Lira erfahren Sie Hier!

 

 

Shopping Tipps

Versucht zu handeln, es wird quasi erwartet, aber bitte nicht übertreiben! Ihr wirkt sonst lächerlich und nicht glaubwürdig. Ich z.B. wollte mal einen Pullover (im August!)kaufen. Kleidung in der Türkei zu kaufen, ist für mich ein Muss. Ich also rein in den großen “Klamotten- Laden”. Die Auswahl war einfach genial, konnte mich auch kaum entscheiden. Ich hatte schließlich 3 Pullover in der engeren Wahl. So nun die Preise: 85,100 und 110 Millionen “alte” Türkische Lira. Das ist in der Türkei eine Menge “Kohle”, das weiß ich natürlich ganz genau. Also verhandeln, obwohl in dem schicken Laden die Etiketten an der Ware dran waren. Dafür nehme ich mir schon Zeit, denn wenn die Verkäuferin dadurch merkt, dass ihr wirklich interessiert seid, umso besser.

1. Versuch: 1 Pullover für 60 Millionen (Statt 85). Schon ganz ordendlich.

2. Versuch: 120 Millionen für 2 Pullover (Statt 195!) in Spitzenqualität.

Also, Etiketten sind nur Richtpreise und Kleidung in guter Qualität ist übrigens auch in der Türkei nicht spottbillig aber halt günstiger! Bei “Blendern”, also Pseudo-Levis, Tom Hillfinger, Chiemsee etc. ist noch mehr Spielraum zum Verhandeln. Waren wie Leder oder Schmuck zu kaufen lohnt sich fast immer.

 

 

Handeln, aber wie?:

Verhandeln liegt vielen Europäern nicht, aber es ist in der Türkei üblich und wird oft sogar erwartet. Ich möchte euch einige Tipps für ein erfolgreiches Verhandeln mitgeben. Sagt dem Händler, dass ihr keine Quittung benötigt und wie dann der Preis wäre. Denn in der Türkei müssen die Menschen Quittungen sammeln, um etwas von der Steuer wieder zu bekommen! Das wiederum wird dem Händler in Rechnung gestellt. Da euch als Ausländer die Mehrwertsteuer nicht interessiert, könnt ihr das, was der Händler dadurch einspart, selber einsparen. Und: versucht nicht dieselben “Verhandlungen” zu führen, wenn ihr mit Kreditkarte (z.B. VISA) zahlen wollt. Das kann in die Hose gehen, da der Händler Gebühren an die Kartenunternehmen zahlen muss. Oder beim Juwelier, der hat durch den fest vorgegebenen Goldpreis nicht so viel Spielraum. Da bleiben die oft hart.

 

So könnte ein handeln ablaufen:

  • Preis nachfragen (Ne kadar?)
  • Verkäufer nennt einen Preis.
  • Ihr murmelt etwas von “Zu viel” (Türkisch “Çok” sprich: “tschok”) und schüttelt vielleicht etwas euren Kopf.
  • Ihr geht dann enttäuscht langsam weiter.

Wenn der Verkäufer dann hinter euch einen niedrigeren Preis nachruft, umdrehen und überlegten Eindruck machen. Ihr habt jetzt fast schon gewonnen! Jetzt bloß nicht einen auf arrogant oder überheblich machen. Ruhig bleiben, kurz überlegen, dann einen etwas niedrigeren Preis nennen! Das funktioniert meistens! 20-40% Ersparnis ist Ok. Und wenn er nicht hinterher ruft? Ein harter Fall, aber nicht unlösbar: einfach weiterbummeln. Dann etwas später zufällig an dem Laden wieder vorbeikommen und nur interessiert schauen. Der Verkäufer wird euch garantiert ansprechen! Vielleicht habt ihr den Artikel ja woanders günstiger gesehen.

Dann viel Spaß und Erfolg beim Handeln und Schoppen.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 15. Februar 2007 )
 

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